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Kennst du die Getreidesorte Emmer?

Gemahlener Weizen, wie zum Beispiel Emmer, stand bereits in der Jungsteinzeit vor über 10‘000 Jahren fast überall im Nahen Osten auf dem Speiseplan und war auch zu Zeiten des Römischen Reichs sehr beliebt. Heute finden sich Kulturplantagen hauptsächlich in den südlichen Regionen, wie zum Beispiel in der Türkei, in Israel, im Irak und im Libanon. Noch heute ist Emmer in diesen Ländern ein fester Bestandteil der Ernährung.

Die Verarbeitung von Emmer ist sehr aufwändig, da jedes einzelne Korn mit einer festen Hülle – der sogenannten Spelz – umschlossen ist. Die Körner müssen in speziellen Mühlen von ihrer Hülle befreit werden, ehe sie weiterverarbeitet werden können. Aus diesem Grund setzte sich die alte Getreidesorte in Europa nicht durch und wurde von ertragsreicheren Getreidesorten abgelöst.

Heute liegt das alte Getreide in Europa jedoch wieder im Trend. Bio-Bäckereien, Bioläden, Naturkostläden und Apotheken erfahren eine zunehmende Nachfrage nach Emmer. Dies bringt gleich mehrere Vorteile mit sich: Für Biobauern ist Emmer beispielsweise sehr interessant, da er sehr robust und dadurch weniger anfällig für Krankheiten ist. Seine feste Hülle schützt ihn vor schädlichen Umwelteinflüssen, wodurch das Getreide gut ohne Pestizide auskommt. Zudem kann er auch in trockenen und nähstoffarmen Böden angebaut werden. 

Gleichzeitig zählt Emmer zu den gesündesten Lebensmitteln. Sein Eiweiss-Gehalt ist höher als der von gewöhnlichem Weizen und er ist reich an Eisen, Mineralien, Zink, Magnesium und Beta-Carotin. Für Menschen mit einer Weizenunverträglichkeit ist das Getreide relativ gut verträglich. Es ist jedoch nicht glutenfrei.

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